Allgemeines
Neu
Vom Bandscheibenvorfall zurück ins Leben
Wie Dackelterrier Bennie nach einem Bandscheibenvorfall wieder laufen lernteEine Begegnung auf dem Spaziergang Wer viel mit seinem Hund unterwegs ist, kennt das ziemlich gut:Auf den täglichen Spaziergängen kommt man immer wieder mit neuen Menschen ins Gespräch und erfährt ab und zu eine wirklich aussergewöhnliche Geschichte. So zuletzt geschehen ...Ein Dackelterrier mit einem etwas ungewöhnlichen Gang ist uns über den Weg gelaufen - natürlich nicht alleine. Sein Name ist Bennie und er ist sechs Jahre alt. Dass dieser kleine Hund eine der beeindruckendsten Geschichten mit sich trägt, war ihm auf den ersten Blick nicht anzusehen. Der absurd wirkende Gang im Gegenzug dazu allerdings auf den ersten BlickDer Tag, an dem kein Empfangskomitee kam Bennies Halterin - oder sollte man Frauchen sagen? - kam vor etwa vier Jahren von der Arbeit nach Hause und wunderte sich sofort: Kein Empfangskomitee, kein wedelnder Hund und keine Begeisterungsstürme an der Tür. Etwas verunsichert suchte sie die Wohnung ab und fand Bennie schliesslich auch. Mit gelähmten Hinterbeinen, er konnte nicht mehr gehen. Welche Schockwirkung das hat, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Man verlässt das Haus und alles scheint in Ordnung, man kommt zurück und die Welt steht plötzlich Kopf. Und genau hier beginnt Bennies äusserst interessante Reise. Achtung, Spoiler: Es wird alles gut.Der Schock - von Tierarzt zu Tierarzt - und eine unvorstellbare EmpfehlungDie erste Reaktion war selbstverständlich: sofort als Notfall zum Tierarzt. Aus einem Tierarzt wurden dann am Ende ganze drei. Undd dem ersten Schock folgte zeitnah und wie aus dem Nichts noch ein weiterer: die Empfehlung den Hund einfach einschläfern zu lassen. Selbstverständlich ein Ding der Unmöglichkeit!So endete der Weg schliesslich in einer Tierklinik, die auf genau solche Fälle spezialisiert ist. Hier wurde sich um Bennie gekümmert: eine ausführliche Operation und chirurgische Behandlung seines Bandscheibenvorfalls. Sein Rücken musste dafür an der Wirbelsäule zu etwa drei Vierteln geöffnet werden - es war also nicht nur ein einzelner Wirbel betroffen.Ein Jahr ohne Besserung - und der schwere Mantel des ZweifelsDie Operation verlief erfolgreich, die Klinik wurde verlassen und es folgten anstrengende Monate der Genesung. Ein Laufen auf vier Beinen war aktuell nicht mehr möglich, auch das Halten von Exkrementen funktionierte nicht mehr und es brauchte auch noch Windeln. Die Situation war destaströs, aber sofort einschläfern? Den Hund der einen seit Jahren treu begleitet gezielt sterben und einschläfern lassen? Nein, dieser Weg war keine Option. Stattdessen hat er die besten Voraussetzungen bekommen: Training, medizinische Unterstützung und Krankengymnastik. Seine Besitzerin hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun und hat ihn mit viel eigener Arbeit und Energie versucht optimal in der Heilung zu unterstützen.Aus Wochen wurden Monate und aus Monaten wurde schliesslich ein ganzes Jahr, ohne dass es Bennie gesundheitlich spürbar besser ging.Verständlich, dass sich in so einer Zeit Verzweiflung breitmacht und sich Fragen stellen: Hat man überhaupt das Richtige getan? War das im Sinne des Hundes? Hat Bennie nun wirklich ein besseres Leben? War die OP überhaupt notwendig und richtig? Der schwere Mantel des Zweifels legte sich über diese Angelegenheit.Der Wendepunkt im dreizehnten MonatDann, nach in etwa einem Jahr - im dreizehnten oder vierzehnten Monat - kam die plötzliche Veränderung: Bennie konnte langsam und vorsichtig seine Beine wieder bewegen. Was im Normalfall eine Kleinigkeit ist, stellte in Anbetracht der ganzen Hintergrundgeschichte nichts Geringeres als eine Sensation dar.Die Bedeutung dieser Situation ist schwer in Worte zu fassen und damit waren die Zweifel wie weggeblasen. Das Signal dass sich die ganze harte Arbeit gelohnt hat war da und nun konnte der Beweis alles richtig gemacht zu haben nach einem ganzen unendlich langem Jahr angetreten werden.Eine kleine Anpassung des Trainings, die gute Betreuung und einige weitere Monate sorgten dann dafür, dass Bennie nun wieder einigermassen auf vier Beinen laufen kann. Etwas holprig und hakelig, aber er läuft selbstständig. Sogar seine Inkontinenz hat sich vollständig zurückentwickelt.Prognose vorher - Prognose danachDie Prognose für Bennies weitere Entwicklung ist für den Patienten eine äusserst erfreuliche. Und im Hinblick darauf dass es sogar die Empfehlung ihn einzuschläfern gegeben hat, ist das eine unglaubliche Entwicklung. Es besteht die realistische Möglichkeit, dass ein vollständig normales Gehen und Laufen wieder möglich sein wird. Die bestehende Einschränkung, die laut Klinik bleiben wird, ist, dass er wahrscheinlich nie mehr gross springen können wird. Bei einem derartigen Erfolg aber eine durchaus akzeptable Einschränkung.Was diese Geschichte und Bennie uns damit zeigenDiese Geschichte zeigt, wozu das Team aus Mensch und Hund in der Lage ist. Und sie zeigt zudem, wie stark Hunde sein können. Bennie hat nicht aufgegeben, seine Halterin auch nicht. Über ein Jahr lang wurde trainiert, behandelt und gehofft, bevor sich der erste Erfolg einstellte. Aufgeben war niemals eine Option und der Kampf war erfolgreich, ein normales Leben ist wieder möglich.Vielleicht ist genau das die eigentliche Botschaft: Heilung braucht manchmal Zeit. Viel mehr Zeit, als einem lieb ist. Und diese Geduld wird oft belohnt - siehe Bennie. Von vemeintlich querschnittsgelähmt mit Eutanasie Empfehlung zurück zu einem selbstständigen und grössenteils erholten Dackelterrier. Der Gang etwas holprig, der Hund aber selbstständig und voller Lebensfreude.Eine Geschichte, die Mut macht - und die wir uns merken sollten, wenn es einmal schwierig wird. Nicht jede Diagnose ist ein endgültiges Urteil. Ich bin Sebastian und Autor bei Dogisfaction. Euer Autor Sebastian Autor bei Dogisfaction Sebastian beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Ernährung, Verhalten und Gesundheit von Hunden. Seine Beiträge verbinden ganzheitliches Verständnis mit journalistischem Anspruch — recherchiert, geprüft und frei von Ideologie. 👜 Echte-Erfahrung: Über zehn Jahre Arbeit mit Hunden unterschiedlichster Rassen und Geschichten — geprägt durch das Leben mit einem Tierschutzhund, der von Anfang an keine Standardlösungen zugelassen hat. 📒 Journalistischer Anspruch: Quellen prüfen, Behauptungen gegen Belege halten, Unsicherheiten benennen statt übergehen. Keine Checklisten, keine Templates — sondern Texte, die sich ihre Form am Inhalt suchen. 🐶 Dem Hund verpflichtet: Ganzheitlich, lösungsorientiert und offen für alle Wege die funktionieren. Schulmedizin, Verhaltensforschung, Naturheilkunde und praktische Erfahrung — weil die beste Lösung selten aus nur einer Richtung kommt. Hinweis: Inhalte mit gesundheitlichem oder medizinischem Bezug dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Veröffentlicht: 28. September 2026 Mehr über mich erfahren →
Spielverhalten bei Hunden
Bonsai, ein Strand in Montenegro und warum Spielen nicht gleich Kämpfen ist Es scheint ein Naturgesetz zu sein: Genau dann wenn es sich lohnen würde, ist kein Handy dabei. Weil die Momente, die man festhalten will, nie die sind für die man vorbereitet ist. Also gibt es leider von dem was ich hier erzähle kein Foto, kein Video, nichts. Nur das was hängen geblieben ist. Montenegro, April und es ist schönes Wetter bei der Morgenrunde. Strand, fast leer. Ich laufe mit meiner Fellnase zum Strand und dann am Wasser entlang. Auf uns zugeschossen kommt dieser kleine schwarze Streuner, Bonsai hab ich ihn getauft. Kein Besitzer in Sicht, kein Halsband, einfach ein Streuner. Aber einer der so dermaßen quietschvergnügt war, dass man gar nicht anders konnte als stehen zu bleiben. Klein, kompakt, vielleicht 25 Zentimeter Schulterhöhe, schwarz, und mit einer Energie die in keinem Verhältnis zur Körpergröße stand. Bonsai blieb aber nicht bei uns. Er sprang uns an, ließ sich kurz feiern, feierte sich selbst und raste dann wieder zurück zu einer Person mit Hund ungefähr 250 Meter weiter am Strand. Dann wieder zu uns. Dann wieder zurück. Ein fröhlich springender Gummiball, hin und her. Ganz nach dem Motto "und Action", das ging eine ganze Weile so. Die Person drüben war wie es sich herausstellte im Urlaub, den eigenen Hund in ähnlicher Größe wie Bonsai natürlich mitgenommen. Eine sehr sympathische, freundliche und aufgeschlossene Person. Der Hund war übrigens gar nicht ihrer, sondern der einer Freundin. Den hatte sie am Strand zu diesem Zeitpunkt nur spazierengeführt. · · · Ob die beiden sich schon kannten oder ob das Freundschaft auf den ersten Blick war — keine Ahnung. Was ich aber weiß: Ab dem Moment wo die zwei richtig aufeinandertrafen, war Schluss mit gemütlich und es ging ordentlich die Post ab. Die haben losgelegt als gäbe es kein Morgen. Sich gegenseitig ins Fell gebissen, ineinander verkeilt, übereinander gerollt. Blicke wie "das war dein letzter Atemzug". Geräusche, deren Herkunft man nur erahnen konnte. Und eine Spielintensität auf einem Level, bei dem selbst den Endgegnern in Videogames die Knie weich geworden wären. Das war als Laie nicht harmlos anzuschauen. Das war laut und wild und sah für jeden der nicht tief in der Hundewelt steckt nach einem echten Problem aus. Und ich sag ehrlich: Ich hatte auch einen ersten kurzen Impuls — muss man da eingreifen? Musste man nicht, bei genauerem Hinschauen völlig klar. · · · Kein Biss hat wirklich zugedrückt. Kein Knurren schien wirklich ernst gemeint. Keine wirkliche Eskalation oder Schadensabsicht von beiden Seiten. Keiner der beiden hatte auch nur eine Sekunde lang die Absicht, dem anderen wehzutun. Alle Register gezogen, aber nichts zum Schaden des anderen durchgezogen. Was da lief war eine Spielrunde. Eine laute, wilde, rüpelhafte Spielrunde — aber eben genau das: Ein Spiel. Und genau das ist der Punkt, den ich seitdem nicht mehr vergessen habe. Hunde brauchen das. Dieses sich aneinander Messen, Grenzen austesten, Kraft dosieren lernen. Spielverhalten bei Hunden ist kein nettes Beiwerk, sondern ein zentraler Teil ihrer sozialen Entwicklung. Hunde die so spielen dürfen, lernen Körpersprache zu lesen und Konflikte zu entschärfen bevor sie entstehen. Die Forschung ist da ziemlich eindeutig — Hundespiel trainiert exakt die Fähigkeiten, die einen sozial kompetenten Hund ausmachen (Sommerville, O’Connor & Asher (2017), Bauer & Smuts (2007): „Cooperation and competition during dyadic play in domestic dogs“). Nicht jedes Knurren ist ein Kampf. Nicht jedes Zähnezeigen ist eine Drohung. Manchmal ist es einfach Dienstag am Strand in Montenegro und zwei kleine Hunde zeigen sich gegenseitig, was sie drauf haben. Ich weiß nicht was aus Bonsai geworden ist. Er ist auf jeden Fall ein wirklich toller Hund der Tolles verdient und hoffentlich auch erfahren darf. Dieser Morgen ist geblieben und hat einen nachhaltigen und imposanten Eindruck hinterlassen. Und wenn ich über Hunde schreibe, dann auch wegen solcher Momente. Oder vielleicht sogar ganz besonders wegen solcher Momente, denn diese zeigen wie unsere Hunde (ob Rassehund oder Streuner) wirklich tolle Lebewesen und Begleiter sind. Ein Foto? Gibt es nicht. Handy lag im Hotel. Und ein KI-generiertes Bild basteln wollten wir bewusst nicht — passt nicht zu einer echten Geschichte. Spielen oder kämpfen – woran erkennt man den Unterschied? Für Spiel spricht: lockere Bewegungen, Rollenwechsel, kurze Pausen und beide Hunde suchen immer wieder freiwillig den Kontakt. Eingreifen solltest du: wenn ein Hund dauerhaft ausweichen oder flüchten möchte, die Körpersprache steif wird oder einer die Signale des anderen wiederholt ignoriert. Ich bin Sebastian und das ist meine Einleitung als Autor bei Dogisfaction. Euer Autor Sebastian Autor bei Dogisfaction Sebastian beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Ernährung, Verhalten und Gesundheit von Hunden. Seine Beiträge verbinden ganzheitliches Verständnis mit journalistischem Anspruch — recherchiert, geprüft und frei von Ideologie. 👜 Echte-Erfahrung: Über zehn Jahre Arbeit mit Hunden unterschiedlichster Rassen und Geschichten — geprägt durch das Leben mit einem Tierschutzhund, der von Anfang an keine Standardlösungen zugelassen hat. 📒 Journalistischer Anspruch: Quellen prüfen, Behauptungen gegen Belege halten, Unsicherheiten benennen statt übergehen. Keine Checklisten, keine Templates — sondern Texte, die sich ihre Form am Inhalt suchen. 🐶 Dem Hund verpflichtet: Ganzheitlich, lösungsorientiert und offen für alle Wege die funktionieren. Schulmedizin, Verhaltensforschung, Naturheilkunde und praktische Erfahrung — weil die beste Lösung selten aus nur einer Richtung kommt. Hinweis: Inhalte mit gesundheitlichem oder medizinischem Bezug dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Veröffentlicht: 24. April 2026 Letzte Änderung: 07.08.2026 Mehr über mich erfahren →
Neue DNA-Studie: Hunde begleiten den Menschen seit 15.800 Jahren
Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund Was zwei aktuelle Nature-Studien (Veröffentlichung März 2026) über den Ursprung der ältesten Mensch-Tier-Beziehung der Welt verraten Wann genau wurde der Wolf zum Hund? Diese Frage gehört zu den großen Rätseln der Archäologie – und beschäftigt Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Zwei neue Studien im renommierten Fachjournal Nature (2026) liefern jetzt überraschend klare Antworten – und verschieben den Beginn der Mensch-Hund-Beziehung um Jahrtausende nach hinten: sogar zurück bis in die letzte Eiszeit. In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Ergebnisse zusammen, erklären die Methodik dahinter und ordnen ein, was gesichert ist – und was noch offen bleibt. Hinweis:Dieser Beitrag basiert ausschließlich auf den zitierten wissenschaftlichen Studien und Pressemitteilungen der beteiligten Universitäten. Alle Quellenangaben finden Sie am Ende des Artikels. 1. Die Kernergebnisse auf einen Blick Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der LMU München, des Natural History Museum London und der University of Oxfordhat die bislang ältesten genetischen Belege für domestizierte Hunde identifiziert. Insgesamt waren 17 Forschungsinstitute weltweit beteiligt. Ergebnis: Die Knochenfunde aus Pınarbaşı (Türkei) und Gough's Cave (England) sind genetisch eindeutig als Hunde identifiziert worden – und damit die ältesten genetisch bestätigten Exemplare weltweit. 15.800 Jahre – Alter des ältesten Fundes (Pınarbaşı, Türkei) 14.300 Jahre – Alter des zweiten Fundes (Gough's Cave, England) 10.900 Jahre – bisheriger ältester DNA-Nachweis für Hunde Über 5.000 Jahre – Verschiebung des frühesten direkten Nachweises Über 1.000 Genome moderner und historischer Hunde und Wölfe als Vergleichsdatenbank ? Quelle: W. A. Marsh, L. Scarsbrook et al., Nature (2026), DOI: 10.1038/s41586-026-10170-x Eine zweite, unabhängige Nature-Studie stützt diese Ergebnisse. Das Team unter Anders Bergström (University of East Anglia) analysierte die DNA von 216 Caniden-Skelettresten aus ganz Europa – darunter 181 Proben älter als 10.000 Jahre. ? Das älteste Tier, das Bergström und Kollegen genetisch eindeutig als Hund einstuften, stammt aus der Kesslerloch-Höhle in der Schweiz und ist rund 14.200 Jahre alt. Beide Studien kommen unabhängig voneinander zum gleichen Schluss: Domestizierte Hunde existierten mehrere Jahrtausende früher als bisher genetisch belegt – und waren bereits vor mindestens 14.000 Jahren über große Teile Eurasiens verbreitet. 2. Das Problem: Warum war die Datierung so schwierig? Die Frage klingt einfach: Wann wurde der Wolf zum Hund? Die Antwort zu finden, ist wissenschaftlich jedoch enorm komplex. Das hat mehrere Gründe: ? Die drei Kernprobleme der Hundedomestizierungs-Forschung: Morphologische Ähnlichkeit: In den frühesten Phasen der Domestizierung sind die Skelette von Wölfen und Hunden kaum zu unterscheiden Fehlende Verhaltensspuren: Verhaltensänderungen – vermutlich die ersten Merkmale nach der Domestizierung – hinterlassen keine Spuren in Knochen Seltene Funde: Archäologische Aufzeichnungen aus der Zeit vor der Landwirtschaft sind insgesamt begrenzt Traditionelle Methoden wie die Analyse von Schädelform, Zahnreihen oder Körperproportionen konnten daher nur grobe Hinweise liefern. Viele Funde, die zuvor als „wahrscheinlich Hund" eingestuft wurden, konnten nicht zweifelsfrei von Wölfen abgegrenzt werden. Die Lösung: Beide Forschungsteams setzten auf einen grundlegend anderen Ansatz – die Analyse alter Kern-DNA aus dem Zellkern der Knochen. 3. Die Methodik: Was ist Kern-DNA-Analyse? Um die Ergebnisse richtig einordnen zu können, ist es hilfreich zu verstehen, wie die Forschungsteams vorgegangen sind. Die Methodik ist ein zentraler Teil der Studien und erklärt, warum die Ergebnisse als belastbar gelten. Was ist Kern-DNA? Kern-DNA (auch: nukleäre DNA) ist das Erbgut aus dem Zellkern eines Organismus. Anders als mitochondriale DNA, die nur über die Mutterlinie vererbt wird, enthält Kern-DNA das vollständige genetische Profil eines Individuums – einschließlich der Erbinformationen beider Elternteile. Warum ist das wichtig? Kern-DNA erlaubt eine eindeutige genetische Zuordnung – unabhängig davon, wie das Skelett äußerlich aussieht Bei archäologischen Funden ist Kern-DNA allerdings stark degradiert und liegt nur in Fragmenten vor Die Extraktion erfordert spezialisierte Labortechnik und große Referenzdatenbanken So gingen die Forschungsteams vor: 1 Extraktion Kern-DNA wurde aus den Knochenfunden von Pınarbaşı (Türkei, ca. 15.800 Jahre) und Gough's Cave (England, ca. 14.300 Jahre) extrahiert. 2 Vergleich Die gewonnenen DNA-Daten wurden mit einer Referenzdatenbank von über 1.000 Genomen moderner und historischer Hunde sowie Wölfe aus aller Welt verglichen. 3 Genetische Einordnung Anhand des genetischen Profils wurde bestimmt, ob die Tiere in die Abstammungslinie domestizierter Hunde oder der Wölfe fallen. ? Das Ergebnis war eindeutig: Beide Funde waren genetisch Hunde – und damit die ältesten genetisch bestätigten Exemplare weltweit. Der bisherige Rekord lag bei 10.900 Jahren. ? Quelle: Pressemitteilung LMU München, März 2026 4. Was die DNA über die Abstammung verrät Neben der reinen Datierung liefern die Studien aufschlussreiche Ergebnisse zur Verwandtschaft und Ausbreitungsgeschichte der frühesten Hunde. Einige dieser Befunde waren auch für die Forschenden selbst überraschend. ? Verwandtschaftsverhältnisse der frühesten Hunde: Die neu identifizierten Hunde waren genetisch enger mit den Vorfahren heutiger europäischer und nahöstlicher Rassen verwandt (z. B. Boxer, Saluki) als mit arktischen Rassen wie dem Siberian Husky Die wichtigsten genetischen Linien moderner Hunde waren bereits vor rund 15.000 Jahren angelegt Trotz über 4.000 km Entfernung zwischen den Fundorten waren die frühesten Hunde erstaunlich eng verwandt Das deutet auf eine schnelle Verbreitung domestizierter Hunde über den gesamten eurasischen Raum hin – von Somerset bis Sibirien. Ein überraschender Befund: Die Rolle europäischer Wölfe Die zweite Studie (Bergström et al.) ergänzt einen Befund, der auf den ersten Blick kontraintuitiv wirkt: ? Alle untersuchten frühen Hunde in Europa trugen Erbgut asiatischer Vorfahren in sich. Europäische Wölfe haben offenbar keinen nachweisbaren genetischen Beitrag zur Entstehung des Hundes geleistet. Das bedeutet: Obwohl Hunde in Europa schon sehr früh nachweisbar sind, scheint die Domestizierung nicht durch europäische Wölfe erfolgt zu sein.Die Vorfahren unserer Hunde kamen offenbar aus Asien. Laut Pontus Skoglund (Francis Crick Institute) deuten die Daten darauf hin, dass Hunde wahrscheinlich aus einer Mischung zweier verschiedener Grauwolf-Populationen hervorgingen. Wo genau diese Vermischung stattfand, ist noch ungeklärt. ? Quelle: wissenschaft.de, „DNA enthüllt die Geschichte der frühesten Hunde Europas", 2026 5. Ein Begleiter seit der Eiszeit Die zeitliche Einordnung ist bemerkenswert. Wenn die Domestizierung tatsächlich vor über 15.000 Jahren begann, fällt sie in eine Periode, die mehr als 10.000 Jahre vor der Domestizierung jedes anderen Tiers oder jeder Pflanze liegt. Der Hund wäre damit nicht nur das älteste Haustier der Menschheit – sondern eine echte Ausnahmeerscheinung in der Kulturgeschichte. ? Einordnung: Die Domestizierung von Schafen, Ziegen und Rindern begann vor etwa 10.000 Jahren – im Zuge der neolithischen Revolution. Pflanzen wie Weizen und Gerste folgten im gleichen Zeitraum. Der Hund war also möglicherweise schon 5.000 bis 10.000 Jahre vorher fester Bestandteil menschlicher Gemeinschaften. Welche Rolle spielten die ersten Hunde? Welche konkreten Aufgaben die Tiere in den Gemeinschaften der Jäger und Sammler erfüllten, ist noch nicht endgültig geklärt. Das Forschungsteam verweist allerdings auf einen zentralen Punkt: ? Unter den Bedingungen begrenzter Ressourcen in der Eiszeit hätten Menschen keine Tiere mitversorgt, die keinen konkreten Nutzen brachten. Die Haltung impliziert, dass die Tiere einen Zweck erfüllten. Mögliche Funktionen, die das Forschungsteam diskutiert: Jagdunterstützung: Hunde könnten bei der Verfolgung und dem Aufspüren von Beute geholfen haben Alarmsystem: Als hocheffizientes Frühwarnsystem bei Gefahren – insbesondere nachts Kulturelle Bedeutung: In der Gough's Cave erstreckten sich menschliche Bestattungspraktiken auch auf Hunde – ein Hinweis auf eine über das Funktionale hinausgehende Bindung Austausch zwischen Gruppen: Die Forschenden vermuten, dass verschiedene Jäger-Sammler-Gruppen Hunde aktiv untereinander austauschten ? Quelle: VBIO – Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin, 2026 6. Wie belastbar sind die Ergebnisse? Bei wissenschaftlichen Studien ist es wichtig, nicht nur die Ergebnisse zu betrachten, sondern auch deren Belastbarkeit einzuordnen. Wir möchten hier transparent sein: Stärken der Studien: Peer-Review in Nature – einem der renommiertesten wissenschaftlichen Journals weltweit Zwei unabhängige Studien kommen zu übereinstimmenden Ergebnissen 17 Forschungsinstitute beteiligt – breite internationale Expertise Vergleich mit über 1.000 Referenzgenomen – große Datenbasis Klare genetische Zuordnung, die über morphologische Mehrdeutigkeit hinausgeht Was noch offen bleibt: Der genaue Ort der ersten Domestizierung ist weiterhin unbekannt Unklar, ob es sich um ein einmaliges Ereignis handelte oder mehrere unabhängige Domestizierungen stattfanden Die konkreten Funktionen früher Hunde bleiben Hypothesen Der Übergang von Wolf zu Hund war vermutlich ein gradueller Prozess über viele Generationen ? Fazit zur Belastbarkeit:Die genetischen Befunde sind wissenschaftlich solide und durch zwei unabhängige Studien gestützt. Die Datierung auf mindestens 15.800 Jahre gilt als gesichert. Die Rekonstruktion des sozialen Zusammenlebens von Mensch und Hund bleibt jedoch methodisch eine eigene Herausforderung. 7. Was das für unser Verhältnis zum Hund bedeutet Die neuen Daten verändern nicht das Zusammenleben mit unseren Hunden heute – aber sie vertiefen das Verständnis dafür, wie grundlegend diese Beziehung ist. 15.800 Jahre sind kein Zufall. Sie sind Ausdruck einer Co-Evolution, die durch die härtesten Bedingungen der Menschheitsgeschichte hindurch Bestand hatte – durch Eiszeiten, Wanderungen und den Übergang zur Sesshaftigkeit. Der Hund war dabei. Immer. Für alle, die sich wie wir bei Dogisfaction mit der Frage beschäftigen, was Hunde wirklich brauchen, liefert die Forschung eine klare Botschaft: ? Die Verbindung zwischen Mensch und Hund ist keine kulturelle Erfindung der Neuzeit. Sie reicht in eine Zeit zurück, in der Europa unter Eis lag – und sie hatte von Anfang an eine funktionale Grundlage auf Gegenseitigkeit. Wenn wir heute die Bedürfnisse unserer Hunde ernst nehmen – ob bei Ernährung, Beschäftigung oder Pflege – dann ehren wir damit eine Partnerschaft, die älter ist als der Ackerbau, älter als die Töpferei und älter als jede andere Beziehung zwischen Mensch und Tier. Häufige Fragen zum Thema Was genau wurde entdeckt? Ein internationales Forschungsteam hat an zwei jungpaläolithischen Fundstätten – in der Türkei und in England – die ältesten genetisch bestätigten Hunde identifiziert. Der älteste Fund ist rund 15.800 Jahre alt. Der bisherige älteste DNA-Nachweis lag bei 10.900 Jahren – eine Verschiebung um über 5.000 Jahre. Warum konnte man das vorher nicht feststellen? Die Skelette früher Hunde und Wölfe sehen nahezu identisch aus. Erst die Analyse alter Kern-DNA – also des Erbguts aus dem Zellkern – erlaubt eine eindeutige Zuordnung, die über die äußere Form des Skeletts hinausgeht. Diese Technik stand in der erforderlichen Präzision erst in den letzten Jahren zur Verfügung. Wo wurde die Studie veröffentlicht? Beide Studien erschienen 2026 im Fachjournal Nature – einem der renommiertesten wissenschaftlichen Zeitschriften weltweit. Die federführenden Institutionen waren die LMU München, das Natural History Museum London und die University of Oxford. Weiß man jetzt, wo Hunde zuerst domestiziert wurden? Nein. Der genaue Ort der ersten Domestizierung ist weiterhin ungeklärt. Die Funde zeigen, dass Hunde bereits vor 15.000 Jahren über weite Teile Eurasiens verbreitet waren – von England bis Sibirien. Das deutet darauf hin, dass die Domestizierung noch deutlich weiter zurückliegen könnte. Waren die frühesten Hunde mit heutigen Rassen verwandt? Ja. Die genetischen Daten zeigen, dass die frühesten Hunde enger mit den Vorfahren heutiger europäischer und nahöstlicher Rassen verwandt waren – etwa dem Boxer oder dem Saluki – als mit arktischen Rassen wie dem Siberian Husky. Die Grundlinien heutiger Hunderassen waren also bereits vor 15.000 Jahren angelegt. Sind Hunde aus europäischen Wölfen entstanden? Nach aktuellem Forschungsstand nicht. Alle untersuchten frühen Hunde in Europa trugen Erbgut asiatischer Vorfahren in sich. Europäische Wölfe haben offenbar keinen nachweisbaren genetischen Beitrag geleistet. Die Domestizierung scheint also anderswo stattgefunden zu haben. Welche Rolle spielten Hunde bei Jägern und Sammlern? Das ist noch nicht endgültig geklärt. Die Forschenden vermuten Funktionen wie Jagdunterstützung, Alarmfunktion bei Gefahren und möglicherweise kulturelle Bedeutung. In der Gough's Cave erstreckten sich menschliche Bestattungspraktiken auch auf Hunde – ein Hinweis auf emotionale oder kulturelle Bindung. Warum sind es zwei Studien? Zwei unabhängige Forschungsteams veröffentlichten ihre Ergebnisse parallel in Nature. Die Studie von Marsh/Scarsbrook et al. identifizierte die ältesten Hunde in der Türkei und England. Die Studie von Bergström et al. analysierte 216 Caniden-Skelette in ganz Europa. Dass beide Teams unabhängig voneinander zu übereinstimmenden Ergebnissen kommen, stärkt die Belastbarkeit der Befunde erheblich. Quellen und weiterführende Informationen Fachquellen, Links, Nachweise, Verweise: Nature (2026) – W. A. Marsh, L. Scarsbrook et al.: Dogs were widely distributed across Western Eurasia during the Palaeolithic Nature (2026) – A. Bergström et al.: DNA-Analyse von 216 Caniden-Skelettresten in Europa LMU München – Pressemitteilung: Weltweit älteste Hunde-DNA entdeckt wissenschaft.de – DNA enthüllt die Geschichte der frühesten Hunde Europas Archäologie Online – Weltweit älteste Hunde-DNA entdeckt VBIO – Domestizierung möglicherweise früher als gedacht Wissenschaftliche Studien: Nature – Link zur Studie (Marsh, Scarsbrook et al., 2026) Passend zum Thema Mehr Wissen rund um die Beziehung zwischen Mensch und Hund: Warum Hunde der Psyche gut tun Eine aktuelle Studie zeigt, dass Jugendliche mit Hund im Haushalt weniger soziale Probleme zeigen – und dass das Zusammenleben sogar das Mikrobiom beeinflusst. ? Zum Beitrag Natürliche Zahnpflege für Hunde Kauen gehört zu den ältesten Verhaltensweisen des Hundes. Welche Rolle natürliche Kauartikel für die Zahngesundheit spielen. ? Zum Beitrag Verletzungen von Hornhaut und Linse beim Hund Wie sich Hunde über Jahrtausende an menschliche Kommunikation und soziale Signale angepasst haben – und was das für das Zusammenleben heute bedeutet.? Zum Beitrag DogisfactionIhr Spezialist für hochwertige Hundekauartikel Bei Dogisfaction steht Qualität an erster Stelle. Alle Produkte werden praxisnah mit unseren eigenen Hunden verschiedener Rassen und Größen getestet, bevor sie empfohlen oder ins Sortiment aufgenommen werden. ? Praxis-Erfahrung: Unsere Kauartikel werden von einem internen Hunde-Testteam mit unterschiedlichen Größen, Kauverhalten und Bedürfnissen geprüft. Die Auswahl basiert auf realer Alltagserfahrung und wird dauerhaft durch das Feedback unserer anspruchsvollen Kunden bestätigt. ? Fachliche Einordnung: Neben praktischer Erfahrung legen wir großen Wert auf fundierte Recherche. Unsere Inhalte entstehen durch kontinuierliche Weiterbildung und die Auswertung aktueller, anerkannter Fachquellen – immer mit dem Ziel Hundehalter verständlich und verantwortungsvoll zu informieren. ? Verantwortung & Engagement: Wir lieben Hunde und übernehmen Verantwortung – durch Unterstützung von Tierheimen, Tierschutzprojekten und individuelle Hilfe dort wo sie gebraucht wird. Hinweis: Inhalte mit gesundheitlichem oder medizinischem Bezug dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Veröffentlicht: 7. April 2026 | Mehr über uns erfahren →
Ostern mit Hund – So wird das Fest sicher und entspannt
Ostern. Für viele von uns bedeutet das Familie, Brunch, bunte Eier im Garten und mindestens drei verschiedene Sorten Schokolade auf dem Tisch. Für unsere Hunde bedeutet es allerdings etwas völlig anderes: neue Gerüche, hektische Besucher, raschelnde Verpackungen auf dem Boden und – wenn man nicht aufpasst – einen unbeaufsichtigten Schokoladenhasen in Reichweite. Klingt harmlos? Ist es leider nicht immer. Jedes Jahr behandeln Tierärzte an den Ostertagen vermehrt Hunde mit Vergiftungssymptomen, Magen-Darm-Problemen oder stressbedingten Beschwerden. Dabei lässt sich das alles mit ein bisschen Vorbereitung und dem richtigen Wissen vermeiden. In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche konkreten Gefahren an Ostern auf deinen Hund lauern, wie du das Fest hundesicher gestaltest und wie du Ostern sogar zu einem echten Highlight für deinen Vierbeiner machst. Denn eines ist klar: Auch dein Hund hat ein Recht auf ein schönes Osterfest – nur eben ohne Schokolade. [Hund mit Osterkorb im Frühlingsgarten] ? Die unterschätzten Gefahren an Ostern Fangen wir mit dem offensichtlichsten an – und gleichzeitig dem gefährlichsten. Schokolade: Der Klassiker unter den Oster-Gefahren Schokolade enthält Theobromin, einen Stoff, den der menschliche Körper problemlos abbaut. Der Hundekörper kann das nicht – zumindest nicht schnell genug. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Theobromin-Gehalt und desto gefährlicher für deinen Hund. ⚠️ Fakten zu Theobromin: Schon ab einer Dosis von etwa 20 mg Theobromin pro Kilogramm Körpergewicht können bei Hunden Symptome auftreten. Dunkle Schokolade enthält ca. 5–8 mg Theobromin pro Gramm. Das bedeutet: Bereits 50 g Zartbitterschokolade können für einen 10 kg schweren Hund ernsthaft problematisch werden. Symptome reichen von Unruhe, Erbrechen und Durchfall bis hin zu Herzrasen, Krämpfen und im schlimmsten Fall zum Tod. Das Tückische: Osterschokolade liegt oft versteckt in Nestern, auf niedrigen Tischen oder in Kinderhänden. Ein unbeobachteter Moment genügt. Und seien wir ehrlich – dein Hund hat eine Nase, die 40-mal mehr Riechzellen besitzt als deine. Den Schokohasen auf dem Fensterbrett hat er längst geortet, bevor du überhaupt aufgestanden bist. Verpackungen: Das unsichtbare Risiko Nicht nur der Inhalt, auch die Verpackung ist ein Problem. Alufolie, Cellophan und Plastikverpackungen von Ostereiern können, wenn verschluckt, im Magen-Darm-Trakt erhebliche Schäden anrichten. Ein Darmverschluss durch verschluckte Folie ist keine Seltenheit und erfordert oft chirurgische Eingriffe. Giftige Frühlingspflanzen Ostern fällt mitten in die Blütezeit – und viele beliebte Osterpflanzen sind für Hunde giftig. Dazu gehören Osterglocken (Narzissen), Tulpen, Hyazinthen und Maiglöckchen. Giftig sind dabei nicht nur die Blüten, sondern auch Blätter, Stängel und vor allem die Zwiebeln. Selbst das Wasser in der Vase, in der Narzissen stehen, enthält toxische Substanzen. ? Wusstest du? Auch Xylit (Xylitol), ein Zuckerersatzstoff, der in vielen zuckerfreien Süßigkeiten, Kaugummis und manchen Backwaren vorkommt, ist für Hunde hochgiftig. Schon wenige Gramm können einen lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels und Leberversagen auslösen. Prüfe also unbedingt die Zutatenlisten, wenn Oster-Süßigkeiten im Haus sind. Osterdekoration Dekoküken mit Federn, kleine Plastikeier, Ostergras aus Papier oder Kunststoff – was für uns hübsch aussieht, sieht für deinen Hund nach Spielzeug aus. Verschluckte Kleinteile können zu Erstickungsgefahr oder Darmverschlüssen führen. Platziere Deko daher grundsätzlich außerhalb der Hundezone, oder verwende hundesichere Alternativen. ? Die Geschichte von Chopko und dem goldenen Osterhasen Unser Testteam-Mitglied Chopko – ein 30 kg schwerer, grundsätzlich sehr besonnener Labrador-Mix – hat uns letztes Jahr eindrucksvoll demonstriert, warum man Schokolade an Ostern nicht "nur kurz" auf dem Couchtisch liegen lässt. Inhalt der Demonstration war eine beträchtliche und wirklich beeindruckende "Staubsaugerleistung". Die Situation: Ostersonntag, gemeinsames Eiersuchen draussen mit den Kindern. Chopko wurde ausnahmsweise kurz im Wohnzimmer geparkt um den Kindern freien Lauf zu lassen und ganz einfach Kollisionen zu vermeiden. Chopko ist Kandidat – Zitat seiner Besitzerin – "er liegt ja nur da rum und schläft".Und das hat der auch gemacht, in tiefster Seelenruhe. Exakt bis die Tür zum Garten zu war. Was dann passierte, ließ sich anhand der forensischen Beweislage im Wohnzimmer rekonstruieren: Bruno hat sich vom Sofa erhoben, ist zum Couchtisch geschlendert, hat den großen goldenen Schokohasen (200 g, Vollmilch) inspiziert, die Alufolie fachmännisch entfernt (erstaunlich was Hunde so alles hinbekommen) und den Hasen bis auf ein Ohr vertilgt. Das linke Ohr lag halb unter dem Sofa – entweder war es ihm zu viel, oder er wollte Beweise verschwinden lassen. Chopko ging es zum Glück gut – 200 g Vollmilchschokolade bei 30 kg reichen normalerweise nicht für eine schwere Vergiftung. Wofür es aber vollständig reichte für einen äußerst unangenehmen Abend der Besitzerin mit Erbrechen und Durchfall. Glücklicherweise kam es nicht zu einem Notdienst Einsatz, dieser musste allenfalls für den Teppich anrücken. Die Lehre: Ein Hund, der "ja nur da rum liegt", ist ein Hund, der auf seine Chance wartet. Schokolade wegschließen. Immer. Wirklich immer. ? Stress an den Feiertagen – und wie du ihn vermeidest Ostern bedeutet für viele Haushalte Besuch. Onkel, Tanten, Kinder, vielleicht noch der Nachbar auf einen Kaffee. Für deinen Hund kann das schnell zur Überforderung werden – vor allem wenn er sonst eher ruhige Tage gewöhnt ist. Warum Feiertage Hunde stressen Hunde sind Gewohnheitstiere. Veränderte Routinen, unbekannte Stimmen, der Geruch von fremden Menschen im Revier und aufgeregte Kinder, die alles anfassen wollen, sind echte Stressfaktoren. Dazu kommen oft veränderte Fütterungszeiten, weniger Aufmerksamkeit und die ständige Versuchung, vom Tisch etwas Ungeeignetes zu stibitzen. ? Dogisfaction Tipp – Rückzugsort einrichten: Richte deinem Hund vor dem Fest einen festen Rückzugsort ein – sein vertrautes Körbchen in einem ruhigen Raum, idealerweise mit geschlossener Tür als Option. Informiere deine Gäste, dass dieser Bereich für den Hund reserviert ist und nicht betreten werden sollte. Das ist kein Luxus, sondern echte Fürsorge. Kinder und Hunde an Ostern Kinder und Hunde – das kann wunderbar funktionieren, aber an aufregenden Tagen wie Ostern braucht es klare Regeln. Erkläre den jüngeren Gästen, dass der Hund kein Spielzeug ist. Kein unangekündigtes Anfassen, kein Verfolgen, kein Füttern ohne Erlaubnis. Es klingt selbstverständlich, ist es aber im Feiertagstrubel leider oft nicht. Hunde, die sich bedrängt fühlen und keinen Ausweg sehen, reagieren im schlimmsten Fall mit Schnappen – nicht aus Bösartigkeit, sondern aus reiner Überforderung. Lasse Kinder und Hunde an hektischen Tagen nie unbeaufsichtigt zusammen. Die Routine beibehalten So schwer es auch fällt: Versuche, die normalen Fütterungs- und Spaziergangzeiten deines Hundes auch an den Feiertagen einzuhalten. Ein ausgiebiger Spaziergang am Morgen – noch bevor die Gäste eintreffen – kann wahre Wunder wirken. Ein ausgepowerter Hund ist ein entspannter Hund. ? So wird Ostern zum Highlight für deinen Hund Genug von den Gefahren – jetzt kommt der schöne Teil. Denn Ostern bietet auch jede Menge Möglichkeiten, deinem Hund eine echte Freude zu machen. Die Hunde-Ostereiersuche Warum sollten nur Kinder Eier suchen? Dein Hund hat eine Nase, von der jeder Trüffelsucher neidisch wird. Verstecke statt Schokolade einfach seine Lieblingsleckerlis oder kleine Kauartikel im Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung. Starte mit einfachen Verstecken und steigere den Schwierigkeitsgrad, sobald dein Hund den Dreh raus hat. Du kannst die Leckerlis auch in Papier einwickeln – so muss dein Hund sie erst "auspacken", was zusätzlich beschäftigt und die mentale Auslastung fördert. Achte nur darauf, dass er das Papier nicht mitfrisst. ? Profi-Tipp: Nutze verschiedene Kauartikel als Oster-Überraschungen: Ein getrocknetes Lammöhrchen hier, ein Hirsch-Fleischstreifen dort, eine kleine Bockwurst vom Rind als Hauptgewinn am Ende der Suche. So wird die Eiersuche zu einer Schnüffel-Safari mit echtem Mehrwert. Und dein Hund findet das definitiv spannender als bunte Plastikeier. Der Oster-Spaziergang Mach aus dem gewohnten Gassi-Gang ein kleines Abenteuer. Nimm eine neue Route, besuche einen Wald, eine Wiese oder – falls vorhanden – einen hundefreundlichen See. Verstecke unterwegs Leckerlis hinter Baumstämmen oder lass deinen Hund über umgefallene Stämme balancieren. Frühling bedeutet auch: neue Gerüche, neue Eindrücke und jede Menge zu entdecken. Beachte allerdings die Brut- und Setzzeit:In vielen Regionen gilt zwischen dem 1. April und dem 15. Juli eine Leinenpflicht in Wald und Feld. Informiere dich vorab über die Regelungen in deiner Gemeinde. Selbstgemachte Oster-Leckerlis Wenn du deinem Hund etwas Besonderes bieten möchtest, kannst du einfache Hunde-Kekse selbst backen. Ein simples Rezept: 200 g Haferflocken, 1 reife Banane, 2 Esslöffel Erdnussbutter (ohne Xylit!) und ein Ei vermengen, zu kleinen Osterformen ausstechen und bei 160°C etwa 20 Minuten backen. Auskühlen lassen, fertig. Dein Hund wird dich dafür feiern. Alternativ kannst du Naturjoghurt mit etwas pürierter Banane oder Beeren in Silikonformen füllen und einfrieren – ein erfrischender Oster-Snack, der auch bei wärmeren Temperaturen gut ankommt.Natürlich kommen hierfür aber auch unsere naturbelassenen Kauartikel in Frage. Kauen statt Chaos Wenn der Besuch da ist und du deinem Hund eine sinnvolle Beschäftigung geben möchtest, die nicht in Aufregung endet – gib ihm einen hochwertigen Kauartikel. Kauen ist für Hunde eine natürliche Stressventil-Aktivität. Es setzt Endorphine frei, fördert die Konzentration und hält ihn beschäftigt, während du dich in Ruhe mit deinen Gästen unterhalten kannst. Besonders geeignet sind mittelgroße bis größere Kauartikel, die deinem Hund ein längeres Kauvergnügen bieten – etwa Kalbsziemer, Rinderkopfhaut oder ein Hirschgeweih. So hat er sein eigenes "Osterfest" und alle sind zufrieden. ? Notfall: Was tun, wenn dein Hund Schokolade gefressen hat? Es ist passiert. Dein Hund hat Schokolade erwischt. Keine Panik, aber schnelles Handeln ist jetzt wichtig. Schritt 1: Menge und Art der Schokolade einschätzen. Wie viel war es ungefähr? Vollmilch, Zartbitter oder Backschokolade? Je dunkler, desto gefährlicher. Schritt 2: Sofort den Tierarzt oder die nächste Tierklinik anrufen. Am besten hast du die Nummer der Notfallklinik bereits eingespeichert – denn an Feiertagen hat nicht jede Praxis geöffnet. Schritt 3: Kein eigenmächtiges Erbrechen auslösen, sofern nicht ausdrücklich vom Tierarzt angeordnet. Schritt 4: Verpackungsreste sichern und zum Tierarzt mitnehmen – die Angaben auf der Verpackung helfen bei der Beurteilung. ⚠️ Tierärztlicher Notdienst: Speichere dir vor den Feiertagen die Nummer des tierärztlichen Notdienstes in deiner Region ein. An Ostern sind reguläre Praxen oft geschlossen. Eine schnelle Reaktion kann entscheidend sein. ✅ Deine Ostern-mit-Hund-Checkliste Damit du nichts vergisst, hier die wichtigsten Punkte im Überblick: Schokolade und Süßigkeiten außer Reichweite lagern – auch in Kinderhöhe denken. Gäste informieren, dass der Hund nicht gefüttert werden darf. Osterdekoration hundesicher platzieren, keine Kleinteile auf Hundehöhe. Giftige Pflanzen entfernen oder unerreichbar machen. Rückzugsort für den Hund einrichten und kommunizieren. Gewohnte Fütterungs- und Spaziergangzeiten beibehalten. Nummer des tierärztlichen Notdienstes bereithalten. Eigene Oster-Überraschungen für den Hund vorbereiten – Kauartikel, Leckerlis, Schnüffelspiel. Brut- und Setzzeit beachten – Leinenpflicht in vielen Regionen. ? Fazit: Ostern geht auch hundefreundlich - absolut Ostern mit Hund muss weder stressig noch gefährlich sein. Mit etwas Vorbereitung, gesundem Menschenverstand und der richtigen Einstellung wird das Fest zu einem Erlebnis, das Mensch und Hund gleichermaßen genießen. Dein Hund braucht keinen Schokohasen – er braucht deine Aufmerksamkeit, einen ruhigen Rückzugsort und vielleicht eine schöne Schnüffel-Runde im Frühlingsgarten. Und wenn du ihm dann noch einen richtig guten Kauartikel in sein eigenes Osterkörbchen legst, dann hast du einen Hund, der garantiert zufrieden durch die Feiertage kommt. Versprochen. In diesem Sinne: Frohe Ostern – dir und deinem Vierbeiner. ? DogisfactionIhr Spezialist für hochwertige Hundekauartikel Bei Dogisfaction steht Qualität an erster Stelle. Alle Produkte werden praxisnah mit unseren eigenen Hunden verschiedener Rassen und Größen getestet, bevor sie empfohlen oder ins Sortiment aufgenommen werden. ? Praxis-Erfahrung: Unsere Kauartikel werden von einem internen Hunde-Testteam mit unterschiedlichen Größen, Kauverhalten und Bedürfnissen geprüft. Die Auswahl basiert auf realer Alltagserfahrung und wird dauerhaft durch das Feedback unserer anspruchsvollen Kunden bestätigt. ? Fachliche Einordnung: Neben praktischer Erfahrung legen wir großen Wert auf fundierte Recherche. Unsere Inhalte entstehen durch kontinuierliche Weiterbildung und die Auswertung aktueller, anerkannter Fachquellen – immer mit dem Ziel Hundehalter verständlich und verantwortungsvoll zu informieren. ? Verantwortung & Engagement: Wir lieben Hunde und übernehmen Verantwortung – durch Unterstützung von Tierheimen, Tierschutzprojekten und individuelle Hilfe dort wo sie gebraucht wird. Hinweis: Inhalte mit gesundheitlichem oder medizinischem Bezug dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Veröffentlicht: 5. April 2026 | Mehr über uns erfahren →
Wie Hunde die (mentale) Gesundheit von Jugendlichen beeinflussen
Wie Hunde die mentale Gesundheit von Jugendlichen beeinflussen – ein tieferer Blick auf Mikrobiom, Bindung & Biologie
Happy End für Dackel Max
Wie der Dackel Max mit fast 13 Jahren doch noch sein Glück fand
Wo Hund König ist
Im Hunderestaurant "House of Kalee" in Beirut im Libanon ist der Hund der König - Menschen dürfen natürlich begleiten
dogisfaction Kurzgeschichten: Unterstützung für Hundefamilie im Oberland Montenegros
dogisfaction Kurzgeschichten: Ein besonderer Vertrauensbeweis Es war am im Mai 2025, nach schon einigen Besuchen mit Bekannten in einer kleinen Siedlung im Verwaltungsbereich Cetinje gab es unverhofft eine tolle und rührende Überraschung. Die Hundemama, ein Šarplaninac, testet - legt vor - und liefert ......Die ersten BesucheUm bei Arbeiten zu unterstützen erfolgten schon einige Besuche im kleinen Ort in der Nähe von Cetinje Montenegro. Dort gibt es eine Sarplaninac Hündin, die sich bei den ersten Besuchen ganz vorsichtig schon gezeigt hat und offensichtlich zum damaligen Zeitpunkt trächtig gewesen ist. Vom Eindruck her war nicht mehr lange Zeit zur Geburt.Es folgten weitere Besuche und die Hündin hatte offensichtlich Ihren Plan gefasst und zeigte sich immer offensichtlicher. Das ging soweit dass sie in direkten Kontakt mit uns getreten ist und sich immer mehr offenbart hat. Deutlich war dass es keinen Überschwang an Nahrung gibt und die Hunde mehr oder weniger sich selbst überlassen sind, so auch - wir gaben ihr den Namen Nala. Natürlich brachten wir immer Futter mit wenn jemand dort gewesen ist.Das Austesten der BegebenheitenAm nächsten Besuch dort kam sie plötzlich sehr selbstbestimmt zu uns, auf das Grundstück und auch ins Haus.Ganz auf die Art "Das ist mein Territorium", inklusive einem wirklich schon zu weit führendem sehr dominanten Verhalten. Das Ganze ging soweit dass wir von ihr sogar blockiert worden sind, einfach in den Weg gestellt so ganz nach dem Motto "ich bin jetzt hier der Chef". Das Verhalten war wirklich auffallend dominant, sie wurde dann auch entsprechend bestimmt aber sanft auf die Realitäten hingewiesen. Nur die Dominanz, hat sich nicht wirklich gelegt. Es hatte sehr den gegenteiligen Anschein.Eine ÜberraschungBeim nächsten Besuch erlebten wir alle dann eine totale und rührende Überraschung.Die Madam kam zuerst wieder alleine angetrabt, neugierig und freundlich von der vormaligen ausgeprägten Dominanz war nichts mehr zu sehen. Es stand eine hungernde Hundemama vor uns die sehr viel Selbstbewusstsein austrahlt, von einer überladenen Dominanz aber keine Spur mehr. Natürlich hat sie wieder Futter bekommen und war plötzlich verschwunden.
Herstellung gepuffter Schweinenasen
Die Eigenschaften und Vorteile gepuffter Schweinenasen - auch oftmals Schweinenasen weiß genannt
Kauartikel für Hunde
Kauartikel sind für Hunde weit mehr als nur zur Beschäftigung nebenbei. Kauen zählt zur natürlichen Beschäftigung und kann für Entspannung sorgen
dogisfaction Kurzgeschichten: Entlaufener Hund auf der Hauptstrasse
dogisfaction Kurzgeschichten: Entlaufener Hund auf der Hauptstrasse Es war am 25.04.2025 am frühen Nachmittag bei Budva in Montenegro, der der tägliche zweite Spaziergang war notwendig aber heute war etwas anders. Der Strassenlärm war anders und es waren plötzlich sehr viel mehr quietschende Reifen als normal zu hören.Die AmpelVor Erreichen der Ampel war schon klar, dass hier ein junger Hund mit 1-2 Jahren massive Probleme hat. Auf der anderen Strassenseite panisch und unkontrolliert die Mauer am Gehweg entlang laufen, plötzlich auf die Strasse und wieder zurück. Dann über Mittelstreifen auf die andere Strassenseite bis zu Gehweg und wieder zurück. Die Hündin hatte sehr viel Glück nicht jetzt schon von einem Auto erwischt zu werden, Hauptstrasse und eine eher ungehaltene Fahrweise der Autofahrer können schnell zu einer für den Hund tödlichen Situation führen.Das EinfangenAn besagter Ampel wurde der eigene Hund am Gehweg an einer sicheren Stelle abgesetzt und schon ging der Rettungseinsatz los. Auf die Strasse um die Hündin auf die andere Seite zu fokussieren, einige Autos angehalten und anderen wiederum ausgewichen.Die Hündin konnte dann nach einiger Zeit ohne Verletzung und auch Schaden für den Retter auf dem gegenüber liegenden Gehweg eingefangen werden. Die vorhandene Leine war an dieser Stelle sehr hilfreich, ebenso wie eine herbeigekommene Passantin. Bei dieser stellte sich heraus dass ihr die Hündin vor 2 Tagen zugelaufen sei und sie seitdem auf diese Acht gibt.Teil 1 der Mission abgeschlossenHündin vor der Hauptstrasse gerettet und die nächsten Tage untergebracht
Die Mauerhunde: Eine vergessene deutsch-deutsche Erfolgsgeschichte
Als 6.000 Hunde über Nacht arbeitslos wurdenAm 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Während die Welt auf die Menschen blickte die nach Jahrzehnten der Trennung wieder zueinander fanden, gerieten etwa 6.000 vierbeinige "Grenzbeamte" fast in Vergessenheit: die Mauerhunde der DDR-Grenztruppen. Diese Hunde - hauptsächlich Deutsche Schäferhunde, aber auch Rottweiler, Doggen und Riesenschnauzer - hatten jahrelang ihren Dienst an der innerdeutschen Grenze geleistet. Sie hießen "Sandra vom Prenzlauer Berg", "Rex vom Müggelsee" oder einfach "Evi" und patrouillierten täglich acht Stunden am Grenzzaun. Mit dem Fall der Mauer wurden sie von einem Tag auf den anderen überflüssig. Ihre Zukunft war ungewiss.Eine Rettungsaktion die ihresgleichen sucht beginntIm Januar 1990 trafen sich Vertreter der Nationalen Volksarmee, des DDR-Außenhandelsministeriums sowie des Beirats für Tierschutz und Tierhygiene der DDR im Ostberliner Tierheim. Das Ziel:Eine Lösung für die 6.000 arbeitslosen Grenzhunde finden. Der Deutsche Tierschutzbund, der Tierschutzverein für Berlin und das Ostberliner Tierheim boten ihre Unterstützung an. Dabei ging es nicht nur um die Vermittlung - die Tierschützer verhinderten auch, dass die Hunde von Interessenten aus Korea und Spanien erworben und womöglich als Nahrung oder Pelz verwendet würden. Auch amerikanische Käufer, die die Tiere als Souvenirs versteigern wollten, wurden abgewiesen. Was folgte, wurde zu einer der ersten großen deutsch-deutschen Kooperationen nach der Wiedervereinigung: eine gemeinsame Rettungsaktion für Tiere, die jahrzehntelang als Symbol der Teilung gedient hatten.Was hier passiert ist war etwas Besonderes. Die Tiere wurden weder an Interessenten abgegeben welche diese aller Wahrscheinlichkeit nach entweder verspeisten oder zu Pelz verarbeiteten. Schlimmstenfalls aber auch beides. Auch Käufer welche die Hunde gewinnbringend versteigern wollten wurden abgewiesen. Da eine derartige Versteigerung zu dieser Zeit sicherlich viel Geld gebracht hätte und die potentiellen Käufer sicherlich hohe Summen zahlen wollten ist das ein sehr bemerkenswerter Umstand sich trotz alledem um funktionierende Lösungen für die Hunde zu kümmern.4.000 Hunde finden ein neues Zuhause Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Etwa 1.500 Hunde fanden in ostdeutschen Haushalten ein neues Zuhause 2.500 Tiere vermittelte der Deutsche Tierschutzbund in die Bundesrepublik Deutschland. Die ehemaligen Wachhunde wurden also zu treuen Familienbegleitern. Aus Tieren die auf Distanz und Wachsamkeit trainiert waren, wurden treue Begleiter die erstmals ein Leben in echter Geborgenheit kennenlernen durften.Ein Happy End auf MallorcaEine besonders schöne Geschichte dokumentiert die Berliner Zeitung:Im März 1990 kamen die beiden Schäferhunde Juro und Betty sowie der Riesenschnauzer Valco aus ihrem tristen Dasein ins sonnige Mallorca. Dort durften sie ihren Lebensabend in einer richtigen Familie genießen - ein Kontrast, der größer nicht hätte sein können.Eine Geschichte, die Mut machtDie Rettung der Mauerhunde zeigt: Auch in Zeiten großer politischer Umwälzungen vergaßen Menschen nicht die Tiere, die jahrzehntelang ihren Dienst geleistet hatten. Tierschützer aus Ost und West arbeiteten zusammen, als die Mauer gerade erst gefallen war. Diese Geschichte erinnert uns daran, dass die deutsche Einheit nicht nur eine politische Angelegenheit war - sie zeigte sich auch in der praktischen Zusammenarbeit von Menschen, die gemeinsam Verantwortung für 6.000 Hundeleben übernahmen.QuellenTierheim Berlin / Tierschutzverein für Berlin: 30 Jahre Einheit - die etwas andere GeschichteBerliner Zeitung (7. Oktober 2020): Die Hunde der GrenzerGudog Blog: Was passierte mit den Mauerhunden nach der WiedervereinigungDer Spiegel (Heft 6/1994): Marie-Luise Scherer: "Die Hundegrenze" DogisfactionIhr Spezialist für HundekauartikelBei Dogisfaction steht Qualität an erster Stelle. Wir testen alle Produkte gründlich mit unseren eigenen Hunden verschiedener Rassen und Größen - so können wir nur das Beste empfehlen.? Echte Praxis-Erfahrung: Alle Kauartikel werden von einem Hunde-Testteam mit möglichst allen Größen geprüft bevor wir sie empfehlen. Dauerhaft bestätigt von unseren äußerst kritischen aber sehr zufriedenen Kunden. ? Echte Epertise: Die Welt bleibt nicht stehen, so auch wir nicht. Wir entwickeln uns stehts weiter, verbessern unser Wissen und unsere Erfahrung und haben unsere Sinne immer offen für Neuigkeiten.? Echte Unterstützung: Wir lieben Hunde und wollen in Not wie bei Schwierigkeiten helfen - ob Tierheim, Tierschutzverein oder einfach individuelle Unterstützung von Strassenhunden Veröffentlicht: 03. Oktober 2025 | Zuletzt aktualisiert: 3. Oktober 2025 Mehr über uns erfahren →
















